Gamescom 2016: Die Pyra

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Auf der Gamescom gibt es nicht nur Neuvorstellungen, auch ein ganzer Teil in Halle 10.2 war Retro-Gaming gewidmet. Und zwischen Atari und C64 Konsolen gab es auch einen Stand von Dragonbox, einem Anbieter von Retro-Gaming Hardware. Dragonbox stellt selbst einige Geräte her unter anderem die Pandora und bald auch die Pyra.

Wir haben Michael Mrozek (aka EvilDragon, der Mensch hinter der Pyra) auf der Gamescom getroffen, und er hat uns erklärt was es mit dieser besonderen Konsole auf sich hat:

Die Pyra Konsole ist, wie ihre Vorgängerin Pandora, weit mehr als eine Retro-Gaming Konsole. Es ist ein auf ARM basierter Mini-Linux Laptop mit enorm viele Schnittstellen und einer vollständigen, beleuchteten Tastatur . Außerdem 720p Touchbildschirm (für Stylus), Mikrofon,Lautsprecher, Wlan (2,4 und 5 Ghz), Bluetooth 4.1, GPS, LTE, 2 volle USB Ports und ein USB 3.0 OTG Port, ein Headset Anschluss, Micro-HDMI out. Außerdem kann der micro-USB Port auf der Rückseite nicht nur zum Laden, sondern auch als Serielle Schnittstelle genutzt werden.

An Sensoren sind zusätzlich auch ein Gyroscope, ein Compass, und Druck, Feuchtigkeits und Gassensoren. Für Speicher gibt es zusätzlich 2 große und eine Micro-SD Karten Slots. Fürs Spielen gibt es 4 Schultertasten, ein DPad, Analogsticks und 6 weitere Tasten.

Dragonbox Pyra in transparentem Gehäuse

All das gibt es mit der Pyra in einem Formfaktor eines Nintendo DS. Ein Traum für jeden Nerd. Das ist an sich schon außergewöhnlich, aber die Pyra geht noch weiter. Das Gerät ist unterteilt in 3 verschiedene, Boards:

  • Das CPU-Board (CPU, RAM und Speicher)
  • Mainboard (alle Ports, Wi-Fi und Bluetooth)
  • und das Display-Board (für den Bildschirm)

Alle Boards, sowie die Tastatur, Knöpfe und Gehäuse lassen sich unabhängig voneinander tauschen und upgraden nach Wunsch. Damit verlängert sich die Lebenszeit der Pyra um ein Vielfaches und verhindert Obsoleszenz durch veraltete Hardware.

Und noch besser: Alle Designs und Pläne zur Pyra sind/werden veröffentlicht, sodass ihr eure eigenen Erweiterungen oder Gehäuse selbst drucken könnt!

Software-technisch kann die Pyra mit allen Linux’en umgehen, die Treiber sind offen, und müssen teilweise noch in den Mainline Linux-Kernel gepushed werden. D.h. ihr könnt noch nicht erwarten, dass alles mit dem Standart-Kernel funktioniert, aber hoffentlich bald. Aber mit dem vorinstallierten Debian sollte alles schon eingerichtet sein.

Vorbestellen könnt ihr eure Pyra hier. Die ersten Pyras werden wahrscheinlich November/Dezember verschickt, also wenn ihr eine wollt, lasst sie euch am besten zu Weihnachten schenken, da die Pyra doch kostspieliger als z.B ein Raspberrypi ist.