Ubuntu 18.04: Mark Shuttleworth gibt das Ende von Unity, Ubuntu Phones und Convergence bekannt

 

 

Das war es also… Heute hat Mark Shuttleworth bekannt gegeben, dass Ubuntu ab der Version 18.04 LTS mit Gnome statt Unity ausgeliefert werden wird. Im gleichen Statement verkündete er auch das Ende von Ubuntu Phone und Convergence.

 

I’m writing to let you know that we will end our investment in Unity8, the phone and convergence shell. We will shift our default Ubuntu desktop back to GNOME for Ubuntu 18.04 LTS.

Mark Shuttleworth

 

Ich schreibe, um euch darüber in Kenntnis zu setzen dass wir unsere Bemühungen und Arbeit in und um Unity8, dem Ubuntu Phone und Convergence beenden. Wir werden unseren Standard Ubuntu Desktop wieder mit GNOME ausliefern, beginnend mit Ubuntu 18.04 LTS.

-frei übersetzt-

 

Die Gründe für diese weitreichende Entscheidung liefert Mark natürlich auch gleich mit. So gibt Mark zu, sich in einigen Punkten geirrt zu haben. Dazu gehören unter anderen Convergence und Ubuntu Phone. Canonical möchte künftig den Fokus auf IoT und Ubuntu Core legen, da diese im letzten Quartal deutlich profitabler für Canonical waren und stetig wachsen.

 

Anbei noch ein Video zum aktuellen Stand von Unity 8.

 

Quelle: insights.ubuntu.com

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20 Kommentare

  1. mar_k83's Gravatar mar_k83
    5. April 2017    

    Trauer! 🙁 Mark kann doch nicht einfach alles hin schmeißen 🙁 ein Jahr so, das nächstes Jahr so. Echt Sch…

  2. richard's Gravatar richard
    5. April 2017    

    Ja, wirklich traurig. Ich hatte so gehofft eines Tages von Android und IPhone weg zu kommen.. Danke für die tollen Artikel hier im Blog!!!

  3. Freddi's Gravatar Freddi
    5. April 2017    

    Schade gerade jetzt, wo es fast fertig ist (zumindest vor einem Jahr wäre es noch verkraftbarer gewesen). Wegen dem Fokus auf Unity8 wurden moderne Fähigkeiten Unity7 vorenthalten (Kantenswipe, Bildschirmdrehung, moderner Display-Server, QML, Lockscreen-Sicherheit, flackerfreier Startvorgang). Damit wuchs nicht nur die Erwartung, sondern mit den optisch schönen Ergebnissen auch die Beliebtheit von Unity8.

    Mir scheint Marks Post sehr frustgetrieben. Ein Mensch, der im All war, schwebt natürlich über Irdischem und trifft Entscheidungen leichter. Aber aus magelndem Lob und Erfolgserlebnissen sich voll und ganz dem (persönlich) erfolgreicherem Cloud/IoT-Geschäft zuzuwenden und die Community im Regen stehen zu lassen ist sehr schade. Diese Entscheidung war hoffentlich wohlüberlegt, denn Impulsivität und Amtsmüdigkeit sind keine Führungstugenden.

  4. krojov's Gravatar krojov
    6. April 2017    

    Unity fand ich nie sonderlich klasse, der wechsel kommt wohl nicht einfach von irgendwoher. Wer weiß was letztlich der auslöser war.

  5. Frickelsystem's Gravatar Frickelsystem
    7. April 2017    

    Frickelsystem!!!

    • Bohn's Gravatar Bohn
      11. April 2017    

      Was ist eigentlich mit Frickelsystem ? gemeint ?

      • Freddi's Gravatar Freddi
        11. April 2017    

        Doch nicht etwa er selbst? (siehe Benutzername)

      • motilsky's Gravatar motilsky
        5. Mai 2017    

        Ein (hier Betriebs-) System, an dem man ständig herumfrickeln muss (also ohne vertiefte Kenntnisse improvisiert Korrekturen vornehmen muss, um es überhaupt am Laufen zu erhalten). Trifft also leider zu.

  6. Paul's Gravatar Paul
    7. April 2017    

    Also ich finde es wirklich schade. Mir hat Ubuntu Touch, das Konvergenzkonzept und auch Unity sehr gut gefallen. Schade um die ganze Arbeitsleistung der Entwickler. Jetzt heißt’s wohl für alle Beteiligten erstmal sammeln und dann mit Gnome neu durchstarten. Vielleicht hat das ganze Schlamassel ja im Nachhinein auch was Positives. Leider werd ich mich nun auch von meinem m4.5 und M10 trennen bzw. Android drauffummeln.

  7. Thomas Sternasky's Gravatar Thomas Sternasky
    8. April 2017    

    Android hat Linux in vielen Teilen der IT wegen einfacher Nutzung den Rang abgelaufen, das es kein Phone geben wird ist schlimm! Es wird also keine freies und sicheres OS für Smartphones geben. Wenn Ubuntu irgendwann stirbt sollte man back to the Root gehen, also Debian.

    • Freddi's Gravatar Freddi
      8. April 2017    

      Einfache Nutzung? Oder einfache, kommerzielle Zugänglichkeit?
      Zumindest bei Kernprogrammen macht sich deutlich bemerkbar, wo die Design- und UX-Teamsgearbeitet haben, ich denke Probleme mit “einfacher” Bedienbarkeit beschränken sich vielmehr auf nicht vollständig umgesetzte Funktionen, die entweder nicht zuverlässig funktionieren, ein Terminal erfordern oder noch eine provisorische GUI-Lösung haben.
      Für die Mehrheit der Bevölkerung ist das nicht sichtbar, sie kennen (nur) Android und finden es einfach, weil es einfach schon auf dem Gerät ist.

  8. mar_k83's Gravatar mar_k83
    8. April 2017    

    @Marius ihr hattet doch ein Gespräch über Hangouts, Betreff der Zukunft von Ubuntu Touch, kam da schon was raus? Ob es vielleicht doch noch eine Chance für Ubuntu Touch gibt? Würde mich sehr interessieren.

    Schönes Wochenende an alle 😉

  9. 8. April 2017    

    Der kommt am 15.04. Wir warten noch ab was sich noch alles ergibt bevor wir den Podcast aufnehmen

    • feuerelf's Gravatar feuerelf
      13. April 2017    

      Teure Smartphon verjubeln und dann keine Unterstützung mehr. Und obendrein noch Fairphone 2 propagieren. Canonical wird immer besser. Obwohl das Fairphone von einer Gruppe mit Ubuntuwi Touch versorgt wird.
      Aber immer die Lucke schön weit auf, wenns Kritik gab.
      Ganz schwach..!

  10. Uwe's Gravatar Uwe
    9. April 2017    

    …was aber doch auch irgendwie zu erwarten war…ich war nie ein Freund von Unity…nutzte bisher immer nur Gnome (auch bei Debian) seit 2006…um Ubuntu-Phone ist es meiner Meinung nach jedoch sehr, sehr Schade…werde es sehr vermissen…

  11. Y75's Gravatar Y75
    11. April 2017    

    Wie gut Unity7 mittlerweile geworden ist merke ich immer wenn ich mal ein anderen WM benutze,die Dash wird mir fehlen…

    • Bohn's Gravatar Bohn
      11. April 2017    

      Das ist nicht fun !

      • Y75's Gravatar Y75
        11. April 2017    

        ???

  12. Michael S.'s Gravatar Michael S.
    16. April 2017    

    War ja irgendwie vorhersehbar. Nach dem vor einigen Monaten bekannt gegeben wurde, dass es erst mal keine neuen Telefone und OTAs für Touch geben würde, klingelten mir schon die Ohren. Zum Glück habe ich mich rechtzeitig von meinem E4.5 getrennt. Die Frage die bleibt: Was sind jetzt noch die Alternativen zu den beiden Giganten Google Android und Apple iOS ? LineageOS kommt irgendwie auch nicht richtig in die Hufe. Dass Ubuntu künftig Gnome benutzt, ist mir eigentlich Wurst. War eh nie ein Fan von Unity und habe auf meinem Debian Desktop schon seit Jahren Gnome drauf. Schade ist es wirklich um die ganzen kleinen Firmen und Entwickler, die sehr viel Arbeit in Hardware und Apps für Ubuntu Touch gesteckt haben. Da steckte einiges an Potential drinnen und vieles wird davon wohl im Mülleimer der IT-Geschichte landen.

  13. motilsky's Gravatar motilsky
    5. Mai 2017    

    Mich wundert das überhaupt nicht, ich hatte es lange geahnt. Andere übrigens auch:
    https://kofler.info/die-zukunft-von-ubuntu/
    Und ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass das Scheitern von Unbuntu Phone und Convergence vorsätzlich war. Denn eigentlich lief Convergence auf Ubuntu Phone schon grundsätzlich, wurde aber mit jedem Update immer “kaputter”, ebenso erging es der fundamentalen Smartphone-Funktionalität des OS, bis am Ende ein elektronischer Briefbeschwerer übrigblieb.
    Bin ich eigentlich der einzige, der sich wunderte, warum in Ubuntu Studio 8 bei Logon ein drehender Donut in Orange statt in Blau (wie damals bei nur bei Vista) angezeigt wurde? Oder dass MS mit Windows Convergence nun umsetzt?
    http://www.omgubuntu.co.uk/2016/03/microsoft-windows-convergence-patent-phonepad
    Es wäre nicht der erste Fall, in welchem Microsoft fremde oder OpenSource-Ideen samt Quellcode geklaut hätte (siehe DOS, oder spez. OS2 und Windows NT). Bei allem, was wichtig ist, arbeite ich seit jeher mit Debian und LXDE (von mir aus auch gnome oder xfce), wer nun unbedingt Ubuntu-Architektur will, kann sich auf Lubuntu stützen, oder auf Kubuntu (auch hier gab es gute Gründe dafür, dass Tönnies sich mit Canonical überworfen hatte), oder aber auf LinuxMint.
    Für meinen Teil würde es mir locker reichen, wenn auf meinen MX4 ein stinknormales Debian mit LXDE auf der entsprechenden Prozessorarchitektur liefe und einige Phone-/Tab-Funktionen implementiert wären, also Telefon-“App”, Zoom-Funktion, zuschaltbare GPS-Einbindung usw.

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